Kanzel, Kreuzweg und Andachtsbilder

Kanzel, Kreuzweg und Andachtsbilder

Kanzel mit Gesetzestafeln und Taube
Heutzutage werden Predigt und Ankündigungen vorne vom steinernen Rednerpult, dem Ambo, gehalten, die neobarocke Kanzel hat also keine praktische Funktion mehr. Nichtsdestotrotz symbolisiert sie als „Gefäß für das Predigtwort“ das Wirken des Heiligen Geistes in uns. Entsprechend ist der Schalldeckel über der Kanzel mit der Taube geschmückt, auf dem Deckel hält ein Putto die Gesetzestafeln mit den Zehn Geboten als Grundlage jeder Predigt. An der Brüstung sind die Bergpredigt Jesu und die Niederkunft des Heiligen Geistes auf die Jünger zu
Detail aus der Kanzel: Bergpredigt
Pfingsten dargestellt.
 
Aus der Kirchenbank heraus wenig auffällig hängt gegenüber der Kanzel ein großes Kruzifix, auf das der Prediger direkt blickt. Der Blick  auf das Kreuz mahnt den Prediger zu bedenken, dass nicht sein eigener Wille Kern der Botschaft sein darf, sondern die Botschaft Jesu im Mittelpunkt zu stehen hat.
 
Die vierzehn in Gold und Grau gehaltenen Kreuzwegstationen laden besonders in der Fastenzeit dazu ein, den Weg Jesu betend und meditierend abzuschreiten.Auf diesem Weg passiert man auch die Andachtsbilder im hinteren Teil des südlichen und nördlichen Seitenschiffes. Auf der Südseite verteilt der Heilige Bruder Konrad, der sich bis zu seinem Tod 1894 als Pförtner aufopfernd um die Pilger in Altötting kümmerte, Brot an zwei Kinder. Während dieses Bild den Kirchenbesucher auf dem Weg nach draußen noch einmal zur Nächstenliebe mahnt, ist die gegenüberliegende Pietà – die Muttergottes mit dem toten Jesus auf dem Schoß - der Ort des Gedenkens an die Opfer der beiden Weltkriege.
Der Heilige Konrad verteilt Brot an Bedürftige
Pietà mit Totengedenktafeln